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Bittere Auswärtsniederlage!

Am Sonntagnachmittag (14.04.19, 13:30 Uhr) hatte Hertha BSC zu Beginn des Spiels ordentlich zu kämpfen, biss sich dann aber in die Parte hinein und musste sich am Ende trotzdem mit 0:2 gegen die TSG Hoffenheim geschlagen geben.

Aufstellung

Sinsheim - Im Vergleich zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf änderte Trainer Pál Dárdai seine Anfangsformation auf drei Positionen: Für Ondrej Duda (Gelbsperre), Marko Grujić (Sprunggelenk) und Geburtstagskind Niklas Stark, der mit einem leichten Infekt auf der Ersatzbank saß, standen Marvin Plattenhardt, Lukas Klünter und Peter Pekarik von Beginn auf dem Rasen. Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann sah nach dem 4:0-Auswärtssieg in Augsburg keinen Grund zur Änderung und schickte dieselbe Elf ins Rennen.

Spielverlauf

Von Beginn an legte der Tabellensiebte mit dem Selbstvertrauen von vier ungeschlagenen Partien in Serie (drei Siege, ein Remis) los und setzte die neuformierte blau-weiße Defensive enorm unter Druck. Ádám Szalai streichelte mit seinem Schuss die Oberkante der Latte (5.), Kerem Demirbay scheiterte an einer starken Parade von Rune Jarstein (7.) und Andrej Kramarić traf den Pfosten (7.). Kurz danach setzten Szalai und Kramarić noch jeweils einen Kopfball knapp neben das Berliner Gehäuse (8., 13.). Nach dieser druckvollen Anfangsphase, die die Herthaner mit vereinten Kräften schadlos überstanden, wurde der Druck der Gastgeber etwas weniger und die 'Alte Dame' konnte sich Luft verschaffen. Nach einem Standard von der rechten Seite setzte Demirbay das Spielgerät per Direktabnahme links am Tor vorbei (26.). Vier Minuten später jubelte die TSG dann aber: Nadiem Amiri traf aus halbrechter Position mit einem Distanzschuss, der unmittelbar vor Jarstein noch einmal aufsetzte und so über den Handschuh des Norwegers ins Netz sprang (30.). Doch die Dárdai-Elf zeigte auf diesen Rückstand eine Reaktion: 180 Sekunden nach dem 0:1 setzte Maximilian Mittelstädt den ersten Abschluss der Blau-Weißen ans Außennetz (33.). Noch gefährlicher wurde es in der 35. Minute als Marvin Plattenhardt einen Freistoß aus zentraler Position scharf auf das TSG-Gehäuse brachte. Oliver Baumann war jedoch zur Stelle und parierte. So ging es mit der knappen Führung für die Gastgeber in die Pause.

Gesehen...
Rubrik 14.04.2019
TSG Hoffenheim - Hertha BSC

Der zweite Abschnitt begann ähnlich, wie der erste endete. Die Herthaner wirkten wach und konzentriert und ließen - nicht so wie zu Beginn der Partie - keine großen Hoffenheimer Chancen zu. Lediglich der sehr auffällige Demirbay versuchte sein Glück aus der Distanz (54.). Die Dárdai-Schützlinge standen in der Defensive kompakt und suchten den Weg in die Offensive. Unter den Augen von Tennislegende Boris Becker dauerte es aber etwas, bis sich wieder eine Torchance ereignete. Mittelstädt zog aus der Distanz einfach mal ab, zielte jedoch vorbei (69.). Die Herthaner zeigten sich bemüht und waren Mitte der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Dies lag auch am eingewechselten Javairô Dilrosun, der für offensiven Betrieb sorgte. Von den Hoffenheimern war zu diesem Zeitpunkt nicht viel zu sehen. Als die Partie langsam aber sicher auf die Zielgerade einbog, wurden die Gastgeber durch Pavel Kadeřábek und Benjamin Hübner dann aber wieder gefährlich. Jarstein war aber zwei Mal zur Stelle (72.). Vier Zeigerumdrehungen später erhöhten die Hausherren durch den kurz zuvor eingewechselten Reiss Nelson auf 2:0 - zu diesem Zeitpunkt ganz bitter für die 'Alte Dame' (76.). Von diesem Schock erholten sich die Herthaner nicht mehr und verließen den Platz trotz einer Leistungssteigerung als Verlierer.

Fazit und Ausblick

Nach dieser 0:2-Niederlage belegt der Hauptstadtclub mit 35 Punkten den elften Tabellenplatz. Am Ostersonntag (21.04.19, 18 Uhr) wartet die nächste Aufgabe auf die Blau-Weißen: Im heimischen Olympiastadion empfängt Hertha BSC den Tabellenletzten Hannover 96. 

Höhepunkte 1. Halbzeit

7. Minute: Aiaia, das war quasi eine Dreifach-Chance für den Gastgeber: Erst schließt Demirbay ab, dann trifft Kramaric den Pfosten und anschließend hält Jarstein gegen Szalai. Aufpassen, Männer.

10. Minute: Höchstarbeit für unsere neuformierte Defensive. Die Hausherren drücken, wir müssen für Entlastung sorgen.

12. Minute: Nicht ganz unwichtig, dass wir die Anfangsphase hier unbeschadet überstehen. Nur so kann es heute klappen. Eng stehen, um jeden Ball kämpfen und dann mit Mut die Umschaltmomente nutzen.

30. Minute: Und da ist es passiert... Amiri bringt die TSG mit einem Schuss aus 17 Metern in Führung. Der Ball holpert ein wenig und hüpft Jarstein über den Handschuh.

34. Minute: Wir bleiben dran. Skjelbred und Selke erobern den Ball fast am Strafraum des Heimteams. Dann rauscht Demirbay heran und foult unseren Angreifer. Gelbe Karte, Freistoß, Plattenhardt steht bereit.
35. Minute: Unsere 21 zieht den Ball scharf auf den Kasten, aber Baumann kann mit beiden Händen zur Seite abwehren. Das war die erste richtig dicke Chance für uns.
Höchstarbeit für unsere neuformierte Defensive. Die Hausherren drücken, wir müssen für Entlastung sorg

Höhepunkte 2. Halbzeit

52. Minute: In den ersten Minuten knüpfen die Blau-Weißen an die guten Minuten vor der Pause an. Auf jeden Fall besser als der Beginn der Partie.

54. Minute: Uiui, Hoffenheim kontert mit bestem one-touch-Fußball, aber Demirbay schießt aus 16 Metern daneben.

69. Minute: Mittelstädt aus der zweiten Reihe knapp einen Meter daneben.

72. Minute: Nach einer Ecke von Demirbay kommt Kaderabek am zweiten Pfosten zum Kopfball, aber Jarstein lenkt ihn über die Latte. Auch die anschließende Ecke wird gefährlich, diesmal hält Jarstein einen Kopfstoß von Hübner.

76. Minute: Hoffenheim kontert, Nelso nickt den Ball ins Tor, aber stand vorher im Abseits.

77. Minute: Das Spiel ist unterbrochen, der Videoschiedsrichter schaut sich das vermeintliche Tor nochmal an.

78. Minute: Das Tor zählt. Ohne Worte. Der Treffer zählt jetzt doch. Ganz bitter.

(sj,fw/City-Press)

Profis, 14.04.2019
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