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Punktgewinn mit Potenzial

Die Herthaner erkämpften sich am Samstag (06.10.18) im anspruchsvollen Spiel eins nach dem Bayern-Coup gegen Mainz einen Punkt und haben nun schon 14 Zähler gesammelt. Der Punkt aus Rheinhessen kann und soll in Zukunft noch vergoldet werden.

Mainz – Nach großen Ligacoups wie dem Sieg von Hertha BSC gegen den FC Bayern München wird in der Fußballwelt gerne davon gesprochen, dass diese dann mit weiteren Siegen im Wettbewerbsalltag vergoldet werden müssen. Dies war auch das erklärte Ziel der Herthaner für das Gastspiel beim FSV Mainz 05. Doch als im Anschluss an 90 äußerst umkämpfte Minuten eine Punkteteilung stand, bewiesen die Berliner Profis eine Woche nach ihrem furiosen Heimerfolg Bodenständigkeit, als es darum ging, das Geschehen auf dem Rasen einzuordnen. "Mainz ist eine starke Heimmannschaft, die richtig guten Fußball gespielt hat. In der ersten Halbzeit ging es hin und her. Wir hatten ein paar Kontermöglichkeiten, die wir aber nicht richtig genutzt haben", erklärte Per Skjelbred. Dem Norweger war es wichtig, den gewonnen Zähler realistisch in die bisherige Gesamtsaison einzuordnen. "Wir sind nicht Barcelona - an einem guten Tag können wir jeden schlagen, aber in der Bundesliga können alle Fußball spielen. Wir nehmen jeden Punkt mit und bleiben weiter dran!"

In einigen Szenen am Sieg geschnuppert

Dran waren die Berliner an diesem Samstagnachmittag in einigen Momenten durchaus auch am möglichen Sieg. Vedad Ibisevic stand bei seinem Kopfball nach 26 Minuten der Pfosten im Weg, und auch Davie Selke fehlten kurz nach seiner Einwechslung für den Bosnier bei seinem ersten Abschluss per Kopf nur Zentimeter zum Torerfolg (64.). Doch letztendlich, da waren sich alle im blau-weißen Lager nach dem Schlusspfiff einig, ging die Punkteteilung in Rheinhessen völlig in Ordnung. "Wir hatten eine große Möglichkeit durch den Pfostentreffer von Vedad und auch einige andere Aktionen", bilanzierte Marvin Plattenhardt nach dem Spiel. "Alles in allem haben wir es ordentlich gemacht - aber natürlich gibt es Punkte, die wir in unserer Aufarbeitung ansprechen müssen." Denn, das sprach der deutsche Nationalspieler klar an: "Auch Mainz hatte seine Chancen."

Gesagt...

"An einem guten Tag können wir jeden schlagen, aber in der Liga können alle Fußball spielen. Wir nehmen jeden Punkt mit und bleiben weiter dran!"

Per Skjelbred

"... dennoch ein unglaublicher Saisonstart"

Tatsächlich hielten die Rheinhessen die Berliner während der umkämpften 90 Minuten durchaus auf Trab und stellen die Dárdai-Elf immer wieder vor anspruchsvolle Aufgaben. "In der ersten Halbzeit hat es Mainz besser gemacht. Die entscheidenden Zweikämpfe haben wir oft verloren, deshalb ging es häufiger in unsere Richtung", analysierte Valentino Lazaro die Mannschaftsleistung selbstkritisch. "In der zweiten Hälfte wurde das Spiel dann offener." Das abschließende Fazit des Österreichers war daher auch ein versöhnliches. "An so einem Tag können wir mit einem Punkt zufrieden sein – es ist dennoch ein unglaublicher Saisonstart!"

Trainer Pál Dárdai schlug in die gleiche Kerbe wie seine Schützlinge und zeigte sich "zufrieden mit dem Punkt. Nach dem Sieg gegen den FC Bayern war es vom Kopf her eine schwierige Woche für die Jungs." Der Ungar, der frühzeitig auf die anspruchsvollen Umstände der Aufgabe in Mainz hingewiesen hatte, blickte nach dem erarbeiteten Punkt bereits auf die nächste Aufgabe. Nach der Länderspielpause empfängt der Hauptstadtclub den SC Freiburg im Olympiastadion (21.10.18, 15:30 Uhr). "Es ist jetzt wichtig, dass die Nationalspieler gesund von ihren Reisen zurückkommen. Dann wartet Freiburg, dieses Spiel wollen wir dann wieder gewinnen - so können wir den Punkt heute und den Sieg gegen die Bayern vergolden!"

(kk/City-Press)

Profis, 07.10.2018
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