Bild: herthabsc

Mehr als nur Mannschaftsarzt

Teilnehmer des Projekts 'Spurensuche' stellten am Mittwochabend (05.07.17) im Haus der Fußballkulturen die Broschüre über Dr. Hermann Horwitz, den ehemaligen Mannschaftsarzt von Hertha BSC, vor.

Berlin - Am Mittwochabend (05.07.17) haben Teilnehmer des Projekts 'Spurensuche' die Informationsbroschüre über die Lebensgeschichte von Dr. Hermann Horwitz vorgestellt. Ein besonderer Teil der Broschüre sind zwei Fotos des ehemaligen Mannschaftsarztes von Hertha BSC. Die Projektmitglieder Juliane Röleke (Historikerin) und Pascal Paterna (Hertha-Fan und Geschichtsstudent) fanden nach knapp einjähriger Recherche zum ersten Mal Aufnahmen Horwitz'. Der Mediziner war in den späten 1920ern und frühen 1930ern für Hertha BSC tätig, ehe ihn die Nationalsozialisten 1943 ins Konzentrationslager nach Auschwitz deportierten.

Unter den Gästen: Bernd Schiphorst (li.) und Thomas E. Herrich

Im Vereinsbewusstsein angekommen

Anhand einer szenischen Lesung wurde den rund 70 anwesenden Gästen, darunter der Aufsichtsratvorsitzende Bernd Schiphorst sowie Thomas E. Herrich (Mitglied der Geschäftsleitung), ein Einblick in die Broschüre gewährt. "Hermann Horwitz war mehr für Hertha BSC als einfach nur Mannschaftsarzt", so Paterna. "Er war eine aktive und geachtete Person im Vereinsleben, war als Mannschaftsarzt auch ehrenamtlich tätig und hat sich regelmäßig in den Vereinsnachrichten zu aktuellen Fragen sowie seine sportärztliche Expertise geäußert. Durch die Broschüre erfährt man nun einiges aus dem Leben Hermann Horwitz', was bisher verborgen geblieben war." Projektkoordinator Stefano Bazzano, Fanbeauftragter der Blau-Weißen, betonte "stolz und dankbar" zu sein, die Biographie Horwitz' rekonstruieren zu können. "Dr. Hermann Horwitz ist endlich im Vereinsbewusstsein angekommen. Er war vorher schon präsent, doch jetzt haben wir es geschafft ihm ein Gesicht zu geben."

Auch Röleke, die das Projekt für den Hauptstadtclub wissenschaftlich betreute, zeigte sich zufrieden: "Das Schöne an dem Projekt war, dass wir uns über verschiedene Quellen und Stimmen so nah wie möglich an die Person Hermann Horwitz heranbewegen konnten und damit einhergehend die Geschichte Herthas in den 20er Jahren bis hin zur Meisterschaft 1930/31 in der Fülle recherchieren konnten, wie es bisher noch nicht der Fall war." Für Sebastian Ruff, Kurator der Jubiläumsausstellung 'Hauptstadtfußball', war die Zusammenarbeit mit den Fans von besonderer Bedeutung: "Relativ schnell war klar, dass Hermann Horwitz Teil der Ausstelllung sein wird. Nicht nur, weil uns wichtig war bekannte und unbekannte Herthaner ins Rampenlicht zu rücken, sondern weil wir in der Ausstellung nicht aussparen wollten, dass es sich um ein Fanprojekt handelt."

Stadtmuseum zeigt Ausstellung

Die Broschüre ist ab dem 26.7 für den Preis von 5,90 Euro im Shop zu kaufen. Ab dem 26. Juli wird sie im Stadtmuseum Berlin zum 125-jährigen Hertha-Jubiläum im Rahmen der Ausstellung 'Hauptstadtfußball' ausgestellt und ebenfalls zum Verkauf angeboten.

(np/HerthaBSC)

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Fans, 28.02.2018
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